PARODONTITISBEHANDLUNG
Verstehen, vorbeugen, erkennen, behandeln
Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Zahnfleisch, Fasern, Knochen), die durch eine Ansammlung von Bakterien verursacht wird. Sie läuft meistens schmerzfrei ab und wird dadurch vom Patienten erst sehr spät wahrgenommen. Typische Warnzeichen wie das Zahnfleischbluten, lockere Zähne, Rückgang des Zahnfleisches und „länger“ werdende Zähne dürfen deshalb nicht übersehen werden.
- Präventiv vor Parodontitis schützen
- Parodontitis-Nachsorge
- (Mundgeruch) Halitosis
Unsere Leistungen zur Parodontologie
Präventiv vor Parodontitis schützen
Mit einer guten Mundhygiene und Pflege Ihrer Zähne können Sie der Entzündung vorbeugen.
Wir empfehlen Ihnen, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen zu lassen und zur halbjährlichen Vorsorgeuntersuchung zu kommen.
Unbehandelt führt die Parodontitis fast immer zum Zahnverlust. Um dies zu verhindern, sollten Sie regelmäßig Termine zur Kontrolle vereinbaren, damit u.a. kontinuierlich die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen gemessen werden und so rechtzeitig ein Fortschreiten der Krankheit erkannt und behandelt werden kann.
Therapie bei Parodontitis
Chronische Entzündungen der Mundhöhle sind eine infektiöse Dauerbelastung für den Körper. Gerade bei Dialysepatienten, Patienten mit Organtransplantation und Immunsuppression und bei Patienten mit künstlichen Gelenken ist es wichtig, dass eine solche Dauerbelastung aus geschalten wird. Die Behandlung zielt darauf ab, die Bakterien zu beseitigen, die Entzündung zu stoppen und damit Ihre Zähne, Gewebe und Knochen in ihrer Funktion zu erhalten.
Welche Therapie die richtige für Sie ist, hängt von Ausmaß und Schweregrad der Erkrankung ab. Dazu ermitteln wir mit einer speziellen Sonde den sogenannten Parodontal-Screening-Index (PSI). Mithilfe dieses Verfahrens können wir sowohl die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen messen, den Zahnfleisch- und Knochenrückgang beurteilen, als auch die Blutungsneigung erfassen. Um die Anzahl der Bakterien zu reduzieren, reinigen wir gründlich die Zahnfleischtaschen und entfernen den Zahnbelag unter Lokalanästhesie.
Parodontitis-Nachsorge
Vorsorgen ist bekanntlich besser als Nachsorgen. Nicht immer wird die Erkrankung rechtzeitig bemerkt und der Gang zu uns erfolgt in einem fortgeschrittenen Stadium. Auch nach erstem Therapieerfolg ist die Parodontitis-Nachsorge ein essentieller und wichtiger Bestandteil bei der dauerhaften Behandlung der Zahnbettentzündung. Nur so kann das Fortschreiten der Krankheit gestoppt werden.
Die Nachsorge umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen, bei denen der Zustand des Zahnfleisches und der Zähne überprüft wird. Professionelle Zahnreinigungen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil, um Plaque und Zahnstein zu entfernen, die sich trotz guter Mundhygiene bilden können. Zusätzlich beraten wir Sie zu einer optimalen häuslichen Pflege und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Mundgesundheit bestmöglich erhalten können. Durch diese kontinuierlichen Maßnahmen können wir sicherstellen, dass die Parodontitis unter Kontrolle bleibt und das Risiko eines erneuten Ausbruchs minimiert wird. Ihre Mitarbeit und regelmäßige Besuche bei uns sind der Schlüssel zu einem langfristigen Behandlungserfolg und gesunden Zähnen.
(Mundgeruch) Halitosis
Eine unangenehme Begleiterscheinung der Parodontitis kann (Mundgeruch) Halitosis sein.
Auch hier ist die Beseitigung der geruchsbildenden Bakterien das Ziel.
Bei Bedarf führen wir in unserer Praxis mikrobiologische Testverfahren (PMT) durch. Dazu entnehmen wir eine Probe an verschieden Stellen im Mundraum. Die entnommene Probe wird anschließend auf Parodontitis-Markerkeime untersucht. Durch die genaue Bestimmung des Erregers können wir diesen gezielt bekämpfen.
Häufige Fragen – Parodontitis-Behandlung in München-Laim
Woran erkenne ich eine Parodontitis?
Typische Anzeichen sind Zahnfleischbluten, gerötetes oder zurückweichendes Zahnfleisch, Mundgeruch und im Verlauf gelockerte Zähne. Bei diesen Symptomen sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren.
Ist Parodontitis heilbar?
Parodontitis lässt sich gut behandeln und zum Stillstand bringen. Wichtig sind eine frühzeitige Therapie und konsequente Nachsorge mit regelmäßiger professioneller Reinigung.
Übernimmt die Krankenkasse die Parodontitis-Behandlung?
Die gesetzliche Basistherapie wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Wir klären die Kostenübernahme vorab mit Ihnen.
Wie kann ich Parodontitis vorbeugen?
Gründliche Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigung und Vorsorgetermine sind der beste Schutz. Auch Rauchverzicht senkt das Risiko deutlich.
Wie läuft eine Parodontitisbehandlung bei uns ab?
Zunächst untersuchen wir Ihr Zahnfleisch und messen die Zahnfleischtaschen, um das Ausmaß der Erkrankung einzuschätzen. Darauf aufbauend reinigen wir die Wurzeloberflächen gründlich von Belägen und Konkrementen, meist in mehreren Sitzungen. In manchen Fällen kann eine ergänzende Behandlung sinnvoll sein. Den genauen Ablauf und die Anzahl der Termine besprechen wir individuell mit Ihnen und erstellen vorab einen Kostenplan.
Wie lange dauert die Behandlung einer Parodontitis?
Das hängt vom Schweregrad ab und davon, wie viele Zahnfleischtaschen betroffen sind. Die eigentliche Reinigung erfolgt oft in ein bis zwei Sitzungen, danach folgt eine Kontrolle nach einigen Wochen, um den Heilungsverlauf zu beurteilen. Da Parodontitis eine chronische Erkrankung ist, schließt sich in der Regel eine regelmäßige Nachsorge an. Die individuelle Dauer besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.
Was ist der Unterschied zwischen Gingivitis und Parodontitis?
Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches, die meist durch Zahnbelag entsteht und sich häufig durch gezielte Mundhygiene wieder zurückbilden kann. Bleibt sie unbehandelt, kann sie sich in manchen Fällen zu einer Parodontitis weiterentwickeln, bei der auch der Kieferknochen und der Zahnhalteapparat betroffen sein können. Ob und wie schnell das geschieht, ist individuell unterschiedlich. Bei Zahnfleischbluten empfehlen wir eine zeitnahe Untersuchung.
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Parodontitis und der Allgemeingesundheit?
Studien deuten auf Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen hin. Auch Rauchen kann den Verlauf einer Parodontitis ungünstig beeinflussen und die Heilung erschweren. Die genauen Zusammenhänge sind individuell verschieden und Gegenstand fortlaufender Forschung. Wenn bei Ihnen Vorerkrankungen bestehen, besprechen wir das gerne im Rahmen Ihrer Behandlungsplanung.
Was ist die unterstützende Parodontitistherapie (UPT)?
Nach Abschluss der eigentlichen Behandlung folgt die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie, kurz UPT. Dabei kontrollieren und reinigen wir Ihre Zahnfleischtaschen in regelmäßigen Abständen, um das Behandlungsergebnis langfristig zu unterstützen. Wie oft diese Termine stattfinden, hängt vom individuellen Befund ab. Diese Nachsorge kann teilweise über die Krankenkasse abgerechnet werden, Details klären wir vorab mit Ihnen.
Kann Parodontitis zu Zahnverlust führen?
Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, kann sich der Kieferknochen, der die Zähne hält, im Lauf der Zeit zurückbilden. Dadurch können Zähne locker werden und im ungünstigen Fall verloren gehen. Wie sich die Erkrankung im Einzelfall entwickelt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von Mundhygiene und rechtzeitiger Behandlung ab. Bei ersten Anzeichen wie Zahnfleischrückgang oder Lockerung sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren.